Suse und OpenHantek

Oszillographen sind eine feine Sache, wenn man ab und zu wie ich analog bastelt. Es gibt da ja tolle Geräte, aber mal schnell 500 oder 2000 Euro für ein gutes Oszi ‚rauszuhauen ist dann für meine bescheidenen Möglichkeiten zu viel. Deshalb ist es ein USB-Oszi Hantek 6022BE für schlappe 50€ geworden. Die Windows Software ist zwar ein bißchen irre, funktioniert soweit aber (irgendwie). Inzwischen ist OpenHantek aber auch mit einer Unterstützung für das 6022BE ‚rausgekommen. Und freie Software und Linux ist dann doch viel besser für’s Karma als das Windowsgedöns.

Hier die Erfahrungen, wie ich es unter Suse Installiert habe. Erstmal zu den fertigen Repositories, die es da zu Suse gibt: Funktioniert zwar im Prinzip, aber das ist eine alte Version, die genau mit dem 6022BE noch nicht zusammenarbeitet!!!

Also handcompilieren.

Sourcen incl. Firmware (!!!) von github ziehen.

Fehlende dev-Software nachinstallieren. Vorsicht, die Pakete heißen unter Suse etwas anders als bei Debian oder Fedora. Hier mein Zypper:

zypper install cmake gcc-c++ libQt5PrintSupport-devel libQt5Gui-devel libqt5-qttools-devel libqt5-qttranslations fftw-devel binutils-devel libusb-devel libQt5OpenGL-devel fxload

Dann openhantek wie beschrieben bauen.

Die Firmware soll beim Einstecken des USB-Devices geladen werden, deshalb muß ~/openhantek-master/firmware/90-hantek.rules noch nach /usr/lib/udev/rules.d/ kopiert werden.

In der 90-hantek.rules müssen für Suse noch zwei Sachen beachtet werden:

  1. Die Gruppe plugdev gibt es nicht unter Suse; bei mir hat es ein Ersetzen durch die Gruppe uucp getan.
  2. Die Firmware und Loader aus ~/openhantek-master/firmware müssen jetzt noch in da Verzeichnis /usr/local/share/hantek kopiert werden

Das Programm ~/openhantek-master/build/openhantek/OpenHantek kann jetzt gestartet werden und sollte es tuen.

Beim Testen hat es zuerst der erste Kanal nicht getan, aber nach Umstecken auf einen anderen Port ging der dann auch.

Hier das Beweisphoto:

Ach ja, einen ziemlich coolen Logicanalyzer für Linux gibt es auch, Stichwort Sigrok. Da schreibe ich demnächst mal was dazu.